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Was du über die Facebook-Funktion „Beitrag bewerben“ wissen solltest

Facebook, 08 April 2019

Facebook macht es seinen gewerblichen Seiten zunehmend schwerer durch reguläre Beiträge hohe Reichweiten zu erzielen. Erst 2018 wurde der Algorithmus angepasst mit dem Ziel, den Nutzern mehr Inhalte von Freunden und Familie zu zeigen.

Zugegeben: Das macht die Funktion „Beitrag bewerben“ zu einer scheinbar schnellen und simplen Methode, um für ein paar Franken mehr Leute zu erreichen. Mit wenigen Klicks lassen sich Zielgruppe, Laufzeit und Budget auswählen und kurz darauf ist der gesponserte Post online. Die Impressionen, Reaktionen und Link-Klicks steigen – wenig Zeitaufwand für schnelle Ergebnisse also.

Das ist aber nur auf den ersten Blick so. Denn tatsächlich ließe sich mit dem gleichen Budget ein viel besseres Ergebnis erzielen.

Facebook-Werbeanzeigen effektiv nutzen

Das Problem beim „Boosten“ von Facebook Posts: Es verleitet dazu, ungenau und unstrategisch beim Bewerben von Beiträgen vorzugehen. Schließlich ist es ja so unkompliziert. Der Grund für die einfache Benutzung liegt aber schlicht darin, dass dir die Funktion nur einen Bruchteil der Möglichkeiten des Facebook-Marketings anbietet. Das mag für Laien zwar erst einmal bequem und übersichtlich sein. Es heißt aber auch, dass du am Ende Geld verbrennst, das du effektiver einsetzen könntest.

Viel geeigneter, um durchdacht und zielgerichtet Anzeigen zu schalten, ist der Werbeanzeigenmanager von Facebook. Hier steht dir die volle Bandbreite an Optionen offen. Wusstest du zum Beispiel, dass du deine Anzeigen nur auf Instagram ausspielen lassen kannst – an Männer zwischen 34 und 42 Jahren in Genf, die Wasserski fahren und Marilyn Manson gut finden?

Ob das deiner Kampagnenstrategie hilft, sei dahingestellt. Aber es macht deutlich, dass der Werbeanzeigenmanager deutlich flexibler ist. Denn damit kannst du jede Anzeige perfekt auf die Ziele deines Unternehmens abstimmen.

Targeting mit dem Werbeanzeigenmanager

Dass du dein Targeting auf eine detaillierte Zielgruppe ausrichten kannst, weißt du mittlerweile. Damit die aber nicht so wahllos wie im eben genannten Beispiel aussieht, bietet dir Facebook einige praktische Vorgehensweisen.

Helfen kann dir zum Beispiel das Facebook-Pixel – ein Plug-In, das du auf deiner Landingpage einbindest. Damit lassen sich dann genau die Personen identifizieren, die bereits auf deiner Webseite unterwegs waren, und erneut ansprechen.

Oder aber du vertraust darauf, dass deine bisherigen Facebook-Fans deine Zielgruppe ganz gut umreißen. Mit einer „Lookalike-Audience“ kannst du dann zum Beispiel Menschen erreichen, die deinen Fans ähnlich sind und somit wahrscheinlich auch Interesse an deinen Produkten haben.

Natürlich kannst du auch selbst gezielt nach demografischen Angaben, Interessen, Wohnorten und vielem mehr filtern. Du wirst jedenfalls schnell merken: Wer sich ein wenig mit den Möglichkeiten der Zielgruppenansprache über den Werbeanzeigenmanager beschäftigt, wird so schnell nicht mehr auf die „Beitrag bewerben“-Funktion zurückgreifen.

Noch mehr Vorteile des Facebook-Anzeigenmanagers

Neben der besseren Zielgruppenauswahl bietet dir der Anzeigenmanager noch weitere Funktionen, die ihn zum deutlich überlegeneren Marketing-Tool machen.

Ein großer Vorteil ist etwa die Möglichkeit des Split-Tests, auch A/B-Tests genannt. Das bedeutet, du erstellst zwei Anzeigen und lässt sie simultan laufen. Allerdings variierst du die Anzeigen an einem Punkt: Das kann zum Beispiel der Text, die Zielgruppe oder die Platzierung sein. Damit hast du einen direkten Vergleich, welche Option die bessere Wahl ist und kannst deine Anzeigen stetig optimieren.

Was bei der einfachen Boost-Methode auch nicht klar wird: Facebook hat mehr als nur eine Art der Anzeigen-Platzierung. Es macht einen großen Unterschied, ob Anzeigen am Desktop, im Messenger, auf Instagram oder in der Facebook-App angezeigt werden. Zum Beispiel ist die Conversion-Rate bei mobiler Nutzung oft niedriger, da es schlicht umständlicher ist, auf dem Smartphone Bestellungen zu tätigen oder Formulare auszufüllen. Über den Werbeanzeigemanager kannst du ganz genau auswählen, wo und wie dein Beitrag erscheinen soll.

Fazit: Facebook-Anzeigen ja, aber richtig

Anzeigen auf Facebook zu schalten ist eine gute Möglichkeit, auch mit wenig Geld potenzielle Kunden, Follower und Fans zu erreichen. Allerdings offenbaren sich die wahren Stärken des Social Media Marketings über Facebook erst bei der Nutzung des Anzeigenmanagers.

Selbst wenn du deine Anzeigen anfangs nur in geringem Maße modifizierst, wirst du gegenüber dem unüberlegten, gesponserten Post Verbesserungen feststellen. Deshalb: Einfach machen, dazu lernen und dein Business voranbringen.


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Ich bin Christoph

Gründer und Inhaber von fourward, er schreibt vorwiegend über SEO, Analytics und Usability Themen..