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Wie Sie mehr Klicks auf Ihre Facebook-Werbeanzeige erhalten

Facebook, 22 Juli 2016

Haben Sie eine Facebook-Kampagne lanciert, kriegen jedoch nicht viele Klicks? Die Chancen stehen gut, dass Sie nicht alleine sind. Dieses Problem hören wir oft, weshalb ich mich entschieden habe darüber zu schreiben.

Wissen ist Macht, auch was Facebook-Werbung angeht. Facebook macht es einfach, eine Kampagne oder einen Post zu bewerben, doch wissen viele Werber zu wenig was für den Erfolg entscheidend ist und wie das System dahinter funktioniert. Wie bei anderen Werbemassnahmen ist es zuerst wichtig, die Grundlagen richtig hinzubekommen und danach verschiedene Optionen zu testen und einzubauen. Nachfolgend liste ich einige Punkte auf, welche positiv auf Ihre Klickrate wirken können.

Wählen des richtigen Bildes

Facebook-Werbung ist da um zu inspirieren, weshalb die Auswahl der passenden Bilder essentiell ist. Man möchte schliesslich die Aufmerksamkeit der Benutzer bekommen, auch wenn diese nicht im „Kaufmodus“ sind und nur die letzten Posts durchscrollen.

Obwohl ein passendes Bild entscheidend ist, verwenden viele Firmen Standardbilder welche wenig mit der eigentlichen Werbung zu tun haben und schon gar nicht darauf abgestimmt sind. Auch nutzen wenige die Möglichkeit, Alternativen zu testen. Mittels Spezialsoftware testen wir bei fourward jeweils verschiedene Designs und Messages. Nur so hat man Vergleichswerte und kann seine Kampagne weiterentwickeln.

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Was können Sie nun tun? Als erstes gilt es, qualitativ hochwertige und auf die Werbung abgestimmte Bilder zu verwenden. Am besten kommen lustige, emotionale Bilder oder solche mit einem starken Statement beim Publikum an. Schauen Sie sich dieses Beispiel an.

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Anzeigen-Frequenz tief halten

Nun wird es etwas technisch und diese Metrik kennen Sie nur, wenn Sie Facebook bereits etwas erkundet haben. Die Frequenz verrät, wie häufig die Anzeige eine Person erreicht hat. Die Bandbreite reicht von 1 bis 10.

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Häufig meint man, eine hohe Frequenz könnte gut sein, um seine Marke in den Köpfen «einzubrennen». Doch Auswertungen zeigen, dass ein zu häufiges Schalten der exakt gleichen Anzeige irritierend wirkt und eher negativ für die Marke ist. Auch tendieren Anzeigen mit hoher Frequenz dazu, teurer zu werden und eine tiefere Klickrate (CTR) zu erzielen. Ideal ist eine Frequenz um 2 zu erreichen und alles über 5 sollte vermieden bzw. genau beobachtet werden.

Ansprechenderes Angebot

Ein überzeugendes Angebot zu kreieren ist einfacher gesagt als getan. Täglich sehen wir zu wenig durchdachte Anzeigen, welche qualitativ schlecht aussehen und zusätzlich keine Aussage enthalten. Viele Firmen fokussieren nur auf den Preis, dabei ist es wichtig, ein Bedürfnis beim Zielpublikum zu wecken. Oft ist ein guter Ansatz, wenn man die Probleme und Hindernisse erwähnt, welche man mit seinem Produkt/Dienstleistung löst. Die Probleme kombiniert mit verschiedenen Vorteilen lassen viele kreative Möglichkeiten bezüglich Werbetext zu. Ein mögliches Beispiel:

“Sind Sie müde vom dauernden Wechseln Ihrer Glühbirnen? Unsere LED-Birnen schaffen Abhilfe. Jetzt Aktion für nur CHF 9.90 bis Ende August“

Ein Endzeitpunkt des Angebots zu erwähnen hilft zudem, um schneller zum Abschluss zu kommen. Kurz gesagt: Ist Ihr Angebot nicht überzeugend, überdenken Sie es oder fragen Sie zufriedene Kunden was Sie besonders schätzen.

Stärkere Titel

Obwohl die Hauptaufmerksamkeit auf dem Bild liegt, spielt der Titel eine wichtige Rolle damit Sie Ihr Publikum abholen können. Manchmal wirken emotionale, manchmal problembezogene und teilweise wirken Messages welche auf den Endpreis bezogen sind besser. Bei folgendem Beispiel hat die zweite Version eine 51% höhere Klickrate erreicht.

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Wichtig ist es verschiedene Titel und Messages zu testen. Üblicherweise testen wir 3-4 verschiedene Titel. Somit findet man heraus, welche Argumente fürs Publikum entscheidend sind und zum Klick auf die Anzeige führen. Diesen iterativen Prozess kann man weiterführen, bis man den perfekten Titel für seine Anzeige hat.

Auf Klicks anstelle Einblendungen optimieren

Diese Option innerhalb der Facebook-Werbung wird oft übersehen. Innerhalb einer Kampagne kann man pro Klick oder pro 1000 Einblendungen bezahlen. Ist Ihr Ziel also, Besucher auf Ihre Website zu bringen und bestimmten Inhalt oder ein Angebot zu bewerben, funktioniert dies meiner Meinung nach am besten bei der Optimierung auf Klicks. Sie müssen selber bestimmen, wie viel Sie bereit sind zu bezahlen und die Daten verfolgen um die Höhe des Gebots richtig zu wählen. Mit zu tiefen Geboten bekommen Sie keine Einblendungen und somit keine Sichtbarkeit.

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Wichtig ist zudem, dass Sie die Kampagne mit Google Analytics verbinden, um die Qualität der Besucher zu messen. Dazu müssen Sie benutzerdefinierte URL’s erstellen, hier erfahren Sie wie. Metriken wie die Anzahl der besuchten Seiten oder Verweildauer auf der Website geben Hinweise auf das Interesse der Besucher.

Dies waren nun einige Punkte, welche Sie selber prüfen und testen können. Ohne klare Strategie und messbare Ziele ist eine Facebook-Kampagne zum Scheitern verurteilt. Wichtig ist zudem, ständig zu testen um den Kampagnenerfolg zu maximieren. Facebook selber stellt keine benutzerfreundlichen Testtools zur Verfügung, weshalb wir Spezialsoftware einsetzen.

Eines ist klar: Facebook-Werbung ist kein Selbstläufer. Es gibt viele Möglichkeiten von der Ausrichtung bis zum Testen von verschiedenen Messages, dass einiges an Erfahrung nötig ist für Top-Resultate. Bereits konnten wir verschiedene Firmen helfen, Ihre Facebook-Kampagne auf die Erfolgsspur zu bringen. Sind Sie unzufrieden mit der Performance oder haben Sie Fragen? Gerne helfen wir weiter.

 


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Ich bin Christoph

Gründer und Inhaber von fourward, er schreibt vorwiegend über SEO, Analytics und Usability Themen..