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Betreibt Ihre Agentur einen seriösen Linkaufbau?

Fourward, 11 August 2014

Und wie Sie Ihre Links überprüfen….

Da viele Firmen (noch) nicht vertraut sind mit dem Online-Marketing Business, ist es oft schwierig die einzelnen Tätigkeiten ihrer Agentur zu verstehen und zu prüfen ob und welchen Einfluss diese auf Ihr Business bzw. Ihre Website haben. Das Thema Linkaufbau (Linkbuilding) wird korrekterweise oft als sehr wichtig erachtet, jedoch stellt sich die Frage wie dies seriös betrieben wird.

Viele Unternehmen vertrauen Ihrer Agentur blind und dieses Thema wird von Agenturen oft auch als Blackbox bzw. Geschäftsgeheimnis verkauft. Da dies Ihr Unternehmen (auch langfristig) beeinflusst, haben Sie ein Anrecht darauf dies zu erfahren bzw. zu wissen welche Strategien zur Anwendung kommen.

Zudem ist Linkbuilding ein entscheidender Teil der Online-Marketingaktivitäten, weshalb ich hier einige Tipps geben möchte, wie Sie herausfinden welche Links Ihre Website erhält bzw. mögliche “schlechte” Links identifizieren. Mit diesen Infos können Sie anschliessend Ihre Agentur konfrontieren, um Fragen rund um das Thema Linkbuilding zu klären.

Links überprüfen

Es gibt verschiedene Softwaretools bzw. Websites, mit welchen Sie das Linkprofil Ihrer Website kostenlos und einfach prüfen können. Unten habe ich drei der bekanntesten erwähnt:

1. Open Site Explorer – http://www.opensiteexplorer.org/
2. Majestic SEO – http://www.majesticseo.com/
3. Ahrefs – https://ahrefs.com/

Jede Software folgt einem etwas anderen Algorithmus, weshalb einzelne Kennzahlen nicht exakt übereinstimmen. Wichtig ist vielmehr, etwas genauer hinzuschauen und einzelne Links im Detail zu prüfen.

Welche Punkte zu prüfen sind

Ich persönlich benutze oft Open Site Explorer, aber unabhängig der Software gibt es verschiedene Metriken, welche zu analysieren sind.

Ankertext

Der erste Punkt ist Ankertext genannt. Dies ist der Text, welcher der Benutzer der verlinkenden Website benutzt um auf Ihre Website zu linken. Zum Beispiel könnte der Text “blaues Dingsda” auf Ihre Website www.dingsdafabrik.ch verlinken. Google schaut Ankertexte genau an und nimmt diese Info, um mehr über Ihre Website bzw. deren Hintergrund zu erfahren. Dies hat einen beträchtlichen Einfluss aufs Ranking Ihrer Website und wird deshalb häufig missbraucht.

Mit diesem Wissen, sollten Sie sicherstellen, dass Sie nicht zu viele Links mit demselben Ankertext haben. Falls Sie z.B. 40 Links mit dem Ankertext “blaues Dingsda” haben und nur einen mit Ihrem Markennahmen, sollten Sie dies genauer überprüfen. Es wäre auch nicht natürlich, wenn so viele verschiedene Websiteinhaber exakt denselben Ankertext benutzen würden, um auf Ihre Website zu verlinken. Google stellt solche Manipulationen inzwischen schnell fest.

Auf welchen Websites steht ihr Link?

Stehen diese Links in einem natürlichen Kontext und machen sie Sinn? Relevanz ist ein wichtiger Faktor, weshalb es z.B. wenig logisch ist, wenn Ihr Unternehmen Werkzeuge verkauft und Ihr Link auf einer Website für Tiernahrung erwähnt ist. Auch können Sie den Inhalt bzw. Abschnitt durchlesen um eine Ahnung von der Qualität des Artikels und Inhalts zu erhalten.

Wo ist Ihr Link platziert?

Dies hängt eng mit dem oberen Abschnitt zusammen. Ist Ihr Link einmalig oder gehört er zu einer grossen Ansammlung von Links? Ist dieser versteckt platziert (z.B. Navigation oder in einem Kommentar) oder natürlich im Text eingebettet? Prüfen Sie diese Punkte, wie auch ob Ihr Link auf jeder einzelnen Seite innerhalb einer Website erwähnt ist. Links welche typischerweise im Fussbereich oder Seitenmenü vorkommen sind eher kritisch zu betrachten.

Vergleichen Sie Ihr Linkprofil mit dem der Konkurrenz

Mit den oben erwähnten Tools können Sie einen Gegencheck machen und prüfen, ob Ihre Konkurrenz auf einem ähnlichen Level ist oder gewisse Metriken (z.B. extreme hohe Anzahl externe Links) rausstechen. Stellen Sie sich auch die Frage, ob es natürlich ist, dass eine Firma in Ihrem Bereich eine solch hohe Anzahl Links bekommt. Allgemein sollte Ihr Fokus nicht auf der Anzahl von Links sein, sondern eher nach Relevanz und Qualität beurteilt werden.

Was Sie sonst noch vermeiden sollten

Neben den oben erwähnten Punkten sollten Sie sich ausserdem auf folgendes achten. Hier geht es hauptsächlich um die Linkart bzw. -qualität. Dies bedeutet nicht, dass alle folgenden Kategorien schlecht sind, jedoch ist gewisse Vorsicht geboten:

– Linkverzeichnisse
– Websites welche PR Artikel verbreiten
– Blogs und Websites mit überdurchschnittlich hohem Werbeanteil

Prüfen Sie lieber einmal mehr, bevor Ihr Link auf einem unseriösen Portal platziert wird.

Bezahlte Links

Bezahlte Links sind grundsätzlich gegen Google’s Webmaster Richtlinien, weshalb hier erhöhte Vorsicht geboten ist. Es gibt einige Grauzonen was dieses Thema angeht, dies besprechen Sie am besten zuerst mit Ihrer Agentur, denn eine Strafe von Google gilt es zu vermeiden.

Wie anfangs erwähnt, sind dies nur einige Punkte, welche Sie prüfen und beachten sollten. In meiner täglichen Arbeit sehe ich weiterhin viele Firmen, welche unseriöse Linktaktiken verfolgen und oft von einem tiefen Preis angelockt sind. Ich bin auch kein Fan vom Wort “Linkaufbau” und stelle oft folgende zwei Fragen: 1. Passt dieser Link zu meiner Marke und meinem Zielpublikum? 2. Hat dieser Link das Potential, relevanten Traffic für meine Website zu generieren? Benutzen Sie beim Verlinken diese Faustregel und achten Sie auf Qualität und Relevanz.

Haben Sie weitere Fragen oder möchten Sie Klarheit bezüglich Ihrem Linkprofil? Kontaktieren Sie uns für eine Beratung.

Cover image source: by JD Hancock (flickr) https://www.flickr.com/photos/jdhancock/3903773048 undercreative commons license. Image was resized and copyright belong to that author.


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Ich bin Christoph

Gründer und Inhaber von fourward, er schreibt vorwiegend über SEO, Analytics und Usability Themen..