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Verbessern Sie Ihre Adwords Kampagne mit diesen 6 Filtern

Adwords, 30 September 2016

Sie haben nur eine Stunde Zeit und möchten mit wenigen Klicks Ihre Adwords-Kampagne verbessern? Dann ist dieser Blogartikel lesenswert, denn ich habe meine besten Optimierungs-Tipps in Zusammenhang mit dem Gebrauch von Adwords-Filtern zusammengestellt. Keine Angst, es ist nicht kompliziert und spart Ihnen für die Zukunft viel Zeit bei der Verbesserung Ihrer Kampagne.

Einige von Ihnen haben womöglich bereits die Filterfunktion von Adwords ausprobiert und falls nicht, ist dies eine gute Gelegenheit damit in Kontakt zu treten. Der grosse Vorteil ist, dass man mit wenigen Klicks eine Performance-Übersicht auf Kampagnen-, Anzeigegruppen oder sogar Keyword-Level kriegt. Sie haben die Möglichkeit, individuelle Filter aufgrund verschiedener Kennzahlen zu kombinieren. Sie finden die Filtermöglichkeit unter Hauptnavigation innerhalb Adwords.

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Sobald Sie den „Filter“-Button klicken, erhalten Sie unter „Filter erstellen“ eine Auswahl der Kennzahlen aus welchen Sie den Filter erstellen können. Nachdem Sie „Übernehmen“ anwählten, wird dieser Filter auf Ihre aktuelle Datenansicht angewendet.

filter

Nun zu meinen Lieblingsfiltern….

Hohe Kosten, Schlagwörter ohne Conversion

Ein sehr effektiver Filter, denn Sie können rasch herausfinden wo Ihr Budget „verschwendet“ wird. Voraussetzung dafür ist jedoch, dass Sie Ziele in Ihrem Account definiert und aktiviert haben. Wenn Sie diese Schlagwörter ausfindig machen können, sind Sie in der Lage die Gesamtkosten pro Akquisition zu reduzieren und Ihr Budget effektiver einzusetzen.

Grundsätzlich möchte man diese Schlagwörter loswerden, doch sind dafür ausreichend Daten nötig. Nach 30 Besuchern bereits ein bestimmtes Schlagwort zu pausieren kann sich langfristig negativ auswirken. Auch gibt es oft Schlagwörter, welche direkt keine Conversions generieren, jedoch indirekt einen starken Einfluss auf die Leistung haben. Analysieren Sie Ihren Conversion-Pfad zuerst sorgfältig und seien Sie geduldig um Entscheidungen auf ausreichend Daten zu basieren. Als Faustregel können Sie Schlagwörter mit mehr als 100 Klicks definieren, doch hängt dies stark von der Branche ab. Entscheiden Sie, wie lange Sie warten können bzw. wieviel „Testbudget“ Sie investieren möchten.

Überdurchschnittlich hohe Akquisitionskosten (CPA)

Oft wird diese Kennzahl komplett ignoriert, dabei spielt Sie eine wichtige Rolle für ein Unternehmen. Theoretisch sollte jeder Werbetreibender wissen, wie viel er pro Lead oder Verkauf seiner Dienstleistung bzw. Produkt investieren kann. Dies macht die Performance-Analyse einfacher und lässt sich so mit anderen Kanälen vergleichen. Sofern Sie diese Zahl nicht kennen, kann ein Ziel sein laufend tiefere Akquisitionskosten zu erreichen. Dies kann auf Kampagnen- oder Anzeigegruppenlevel analysiert werden. Als Beispiel können Sie alle Gruppen oder Kampagnen mit einem CPA über CHF 40 anzeigen lassen. Man kann sich auch am Durchschnittswert orientieren um wenigstens einen gewissen Anhaltspunkt zu kriegen. Doch aufgepasst, verschiedene Produkte bringen verschieden hohe Akquisitionskosten mit sich.

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Schlagwörter mit vielen Einblendungen und tiefer Klickrate (CTR)

Diesen Report können Sie auf Keyword-Level anwenden und ich starte oft mit einem Filter, welche die Schlagwörter mit Klickrate tiefer als 1% anzeigt. Eine tiefe Klickrate bedeutet oft auch eine tiefe Relevanz, weshalb Sie die Anzeige welche ausgelöst wird mit dem Keyword vergleichen sollten. Haben Ihre Anzeigen generell gute Klickraten (z.B. über 5%) oder sollten diese verbessert werden? Nehmen Sie auch den „Suchbegriffe“ Report in Adwords zur Hand, um zu erfahren für welche Klicks bzw. Keywords Sie eine Anzeige auslösten. Oft findet man dort irrelevante Wörter und Themen, welche man auf Anzeigegruppen- oder Kampagnenlevel ausschliessen sollte.

Quality Score Analyse

Der Quality Score ist ein Adwords-interner Faktor, welche die Qualität bzw. Relevanz auf Keyword-Level bestimmt. Dieser Wert reicht von 1 bis 10 und führt bei zu tiefen Werten dazu, dass man mehr pro Klick bezahlt. Als Grundeinstellung sehen Sie den Quality Score in Adwords nicht, sondern müssen diesen unter „Spalten“ aktivieren, siehe Printscreen.

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Sobald Sie diese Spalte einblenden, können wir den nächsten Filter setzen. Wir möchten die Daten nun gestaffelt anschauen. Schauen wir uns jene mit schlechter Leistung, also Quality Score bis und mit drei zuerst an. Entscheiden Sie, ob diese in eine neue, separate Anzeigegruppe gehören oder sogar pausiert werden sollten. Sie könnten dann spezifischere Anzeigen und eine Landing-Page kreieren, welche noch besser auf das Keyword abgestimmt sind und oft zu einem besseren Quality Score führt. Anschliessend schaue ich die mittelmässig guten Quality Score Schlagwörter an und am Ende die Top (Score 8-10) Wörter.

Keywords ohne Einblendungen

Schlagwörter ohne Einblendungen sind wichtig zu untersuchen, denn das Hauptziel von Adwords ist unter anderem, für gewisse Keyword sichtbar zu sein. Seien Sie vorsichtig mit neu hinzugefügtem Schlagwörtern, welche noch kaum oder keine Einblendungen erhalten haben. Beim Durchschauen dieser Keywords fällt Ihnen womöglich eine Nachricht auf, welche unter Status „geringes Suchvolumen“ enthält. Diese können Sie nach einiger Zeit ruhig pausieren, denn diese nehmen nur Platz im Account und bieten keinen Mehrwert. Pausieren Sie diese, denn offenbar sucht kaum jemand oder niemand danach.

Keywords unter Position 3 mit Conversions

Das riecht nach Potenzial! Hier ist das Ziel, die Position von Keywords zu verbessern, welche bereits in eher schlechteren Positionen zu Conversions führen. Nutzen Sie den Filter, um solche Begriffe zu identifizieren und deren Position durch ein höheres Gebot zu verbessern. Doch nicht ganz immer führt eine bessere Position automatisch zu mehr Conversions. Auch brauchen Sie nicht gleich Position 1 einzunehmen, dafür ist der Preis oft zu hoch. Position zwei führt unserer Erfahrung nach häufig zu guten Resultaten, doch testen Sie selber.

Fazit

So, ich hoffe das waren nicht zu viele Infos auf einmal. Doch hilft es sowieso, sich mit den Filtern vertraut zu machen und die eine oder andere Abfrage zu starten. Wie erwähnt, sind ausreichend Daten eine wichtige Voraussetzung, bevor man Entscheidungen wie das Pausieren von Keywords fällt. Auch ist jeder Account unterschiedlich und jede Firma verfolgt unterschiedliche Ziele, finden Sie selber raus welche Filter für Sie am hilfreichsten sind und die Performance verbessern. Haben Sie wertvolle Tipps wenn es ums Thema Adwords-Filter geht? Teilen Sie Ihre Erfahrung auf unserer Facebook-Seite.

Nebst dem Ausprobieren empfehle ich auch, Ihre Lieblingsfilter zu speichern, damit Sie diese regelmässig, z.B. einmal im Monat, mit wenigen Klicks nutzen können. Natürlich spielt auch die Kampagnengrösse eine Rolle, doch helfen Filter definitiv, um rasch eine Übersicht zu kriegen und die grössten Schwächen und Stärken zu identifizieren. Viel Erfolg mit den Tipps und beste Grüsse!


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Ich bin Christoph

Gründer und Inhaber von fourward, er schreibt vorwiegend über SEO, Analytics und Usability Themen..